Schatzsucher und Legionäre: Die fünften Klassen auf Zeitreise in Weißenburg

Was passiert, wenn man beim Umgraben im heimischen Garten plötzlich auf antike Reichtümer stößt? Diese und viele andere spannende Fragen konnten die Klassen 5a und 5b bei ihrem Ausflug in die Antike klären.

Nachdem das Thema „Römisches Reich“ im Unterricht intensiv behandelt wurde, machten sich die beiden Klassen am Mittwoch, den 20.06.26, gemeinsam auf den Weg nach Weißenburg. Ziel des Tages waren das dortige Römermuseum und die faszinierenden historischen Thermen.

Ein echter Sensationsfund im Spargelbeet

Besonders fesselnd war die abenteuerliche Geschichte des berühmten „Weißenburger Römerschatzes“. Die Kinder erfuhren, dass dieser einmalige Schatz nicht etwa von weltbekannten Archäologen, sondern 1979 von einem ganz normalen Bürger in Weißenburg entdeckt wurde. Eigentlich wollte dieser in seinem Garten nur ein Spargelbeet vergrößern und umgraben, als sein Spaten plötzlich auf antike Gefäße stieß! Zum Vorschein kamen prachtvolle Götterstatuen, feines Silber und beeindruckende Paraderüstungen. Im Römermuseum konnten unsere Schülerinnen und Schüler genau diesen Schatz in seiner ganzen Pracht bestaunen. Dabei durfte eifrig gerätselt werden: Wer hat diese unbezahlbaren Reichtümer Mitte des dritten Jahrhunderts in der Erde versteckt und warum?

Wellness auf Römisch

Ein weiteres Highlight war die Erkundung der Römischen Thermen, die 1977 bei Bauarbeiten entdeckt wurden und heute zu den am besten erhaltenen Badeanlagen in Süddeutschland zählen. Vor Ort konnten die Klassen entdecken, wie luxuriös die Römer schon vor 2000 Jahren lebten. Dabei entdeckten sie, dass die Anlage weit mehr zu bieten hatte als nur beeindruckende Kaltwasserbecken: Die Kinder konnten die gesamte Vielfalt der damaligen Badekultur bestaunen – von behaglichen Warm- und Schwitzbädern über die raffinierten Fußbodenheizungen (Hypokausten) bis hin zu den Umkleideräumen und den Überresten einer Sporthalle. Anhand der Grundrisse und Rekonstruktionen ließ sich wunderbar nachvollziehen, wie luxuriös der römische Badebetrieb aufgebaut war. So ließ sich leicht vorstellen, wie die Menschen damals von Raum zu Raum wanderten, die wohlige Wärme genossen und sich beim Entspannen den neuesten Klatsch und Tratsch erzählten.

Geschichte zum Anfassen

Natürlich kam auch das eigene Ausprobieren nicht zu kurz: Die Kinder durften in die Rolle von echten Legionären schlüpfen, schwere historische Helme aufsetzen und praktisch ausprobieren, wie man sich in den berühmten militärischen Formationen bewegt. Das erforderte echtes Teamwork und machte die Welt der Römer buchstäblich greifbar.

Nach einem ereignisreichen Vormittag voller Rätsel, Schätze und praktischer Erfahrungen kehrte die Gruppe am frühen Nachmittag voller neuer Eindrücke an die Dr.-Theo-Schöller Mittelschule zurück. Ausflüge wie dieser zeigen einmal mehr, wie spannend und greifbar unser Schulalltag ist, wenn sich die Klassenzimmertüren öffnen und das Gelernte zu einem echten Erlebnis wird!

(Matthias Pflaum)

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