Stolpersteine Exkursion der SoR AG

Im Januar 2022 unternahm die „Schule ohne Rassismus- AG“ einen Stadtspaziergang zum Thema Judentum in Nürnberg. Wir besuchten verschiedene Orte, an denen die jüdische Kultur, Religion und die Geschichte der Jüdinnen und Juden sichtbar werden. Außerdem machten wir es uns zur Aufgabe, ein paar Stolpersteine aufzupolieren, damit sie für Passant*innen wieder besser entdeckt werden können und man darüber stolpert.

Los ging es am Hauptmarkt: Dort entdeckten wir am Schönen Brunnen unter den Figuren auch einen jüdischen Geistlichen mit der für ihn typischen Kleidung wie einem Hut. Im Mittelalter gehörten die jüdischen Geistlichen mit zur Nürnberger Gesellschaft und so wurden sie auch selbstverständlich auf dem Schönen Brunnen mit abgebildet. Die Juden machten im mittelalterlichen Nürnberg bis 1349 ca. 10 Prozent der Bevölkerung aus. Im Jahr 1349 kam es zu Pogromen gegen Jüdinnen und Juden. In diesem Zusammenhang wurde die Synagoge am Hauptmarkt niedergebrannt und an derselben Stelle die heutige Frauenkirche errichtet. Es wurde ein Drittel der jüdischen Menschen ermordet und viele wurden vertrieben.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden Jüdinnen und Juden auch in Nürnberg verfolgt, in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Die Stolpersteine, die es in vielen Städten Deutschlands zu entdecken gibt, weisen auf die Wohnorte dieser Menschen hin. Auf der Homepage des Vereins „Geschichte für alle e.V.“ https://www.stolpersteine-nuernberg.de/ kann man die Lebensgeschichten dieser Menschen aus Nürnberg ganz genau nachverfolgen. So werden wir selbst zu Geschichtsforscher*innen.

Wir laden alle Mitschüler*innen herzlich ein, diese Homepage zu entdecken und einen Stadtspaziergang dazu selbst zu organisieren. Nehmt euch auch ein paar Lappen und ein Reinigungsspray mit und macht damit auf die Geschichte jüdischer Menschen aufmerksam. Es ist unsere Geschichte. Wir setzen uns dafür ein, dass sich diese Geschichte niemals wieder wiederholen wird.

Eure SoR- AG
Dioland Krasniqi, Fatima Nadheer, Klarens Pepa, Elena Chervenkova, Emilija Nikolid und Makeda Sampson mit Carolin Buinevicius

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