Plastikfrei leben – Unser Ausflug in den Unverpacktladen

Im Rahmen der Projektwoche „End Plastic Soup now“ wurden an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule verschiedene Themengebiete wie Mikroplastik und Meeresmüll behandelt und aus selbstgesammelten Müll eine Ausstellung mit einigen kreativen Kunstwerken gestaltet. Auch das Team des offenen Ganztags hat sich überlegt, wie das Thema „Umweltverschmutzung durch Plastikmüll“ mit den Schüler*innen alltagsnah angegangen werden kann.

Die Schüler*innen der Klassen 5a und 5b haben sich gemeinsam mit den Betreuer*innen im Rahmen der Projektwoche „End Plastic Soup now“ der Frage gewidmet, welche konkreten Möglichkeiten es für jeden von uns gibt, die Nutzung von Plastik und die damit verbundene Umweltverschmutzung zu verringern. Nachdem einige plastikfreie Produkte und Handlungsalternativen erarbeitet wurden, haben wir uns mit einer interessanten und vor allem lokal angesiedelten Möglichkeit noch intensiver beschäftigt: die Nutzung von Unverpacktläden.

Ein Unverpacktladen ist ein Einzelhandelsgeschäft, dessen Konzept im Wesentlichen drei Ziele verfolgt: die Reduzierung von Verpackungsmüll, das Angebot von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und somit die Gewährleistung des Umweltschutzes. Die Produkte können in der gewünschten Menge in mitgebrachte, umweltfreundliche Behälter abgefüllt werden. Einer dieser Unverpacktläden befindet sich in der Johannisstraße, nur circa drei Minuten von der Dr.-Theo-Schöller-Schule entfernt. Diesen haben die Schüler*innen des offenen Ganztags besucht und sind gemeinsam mit dem Besitzer des Ladens unter anderem folgenden Fragen auf den Grund gegangen: Warum ist Plastikmüll schädlich für die Umwelt? Was genau trägt ein Unverpacktladen zur Lösung des Problems bei? Wie funktioniert ein Einkauf im Unverpacktladen? Was sind die Vor- und Nachteile? Außerdem durften die Schüler*innen auch einige Lebensmittel aus dem Laden probieren.

Nach unserem Besuch haben die Schüler*innen ihre Eindrücke und die erhaltenen Informationen auf einem „Infoboard“ in der Mensa festgehalten.  Besonders im Gedächtnis geblieben sind uns die große Auswahl an Lebensmitteln, an besonderen Süßigkeiten und Hygieneprodukten (wie Denttabs, Waschmittel und Taschentücher aus Bambus) und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Besitzer des Unverpacktladens hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, bei einigen Lebensmitteln die Preise der gängigen Supermarktketten zu unterbieten, um das Einkaufen in seinem umweltfreundlichen Geschäft noch attraktiver zu gestalten.

Durch den Besuch im Unverpacktladen und das Gespräch mit dessen Besitzer ist uns klar geworden, wie wichtig es ist, an unsere Umwelt zu denken und unseren Umgang mit Plastik(-müll) zu hinterfragen. Außerdem wurde deutlich, dass jeder einzelne von uns etwas zum Umweltschutz beitragen kann – und das ganz einfach und nah.

(Lea Knorr, 20.07.21)

Dieser Beitrag wurde unter Schulleben veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.