Klasse 8b besucht die KZ-Gedenkstätte Dachau

Am Freitag trafen wir uns um 6.40 Uhr am Bahnhof, um mit dem Zug nach Dachau zu fahren und die KZ-Gedenkstätte Dachau zu besuchen. Unser Zug hatte Verspätung, dennoch schafften wir es pünktlich zu unserer Tourguide.

Unsere Tour startete vor den Toren der KZ-Gedenkstätte. Vor diesen Toren kamen die KZ-Insassen an. Dort wurden sie erst bespuckt, geschlagen, Haare rasiert und erniedrigt. Den Pass, seine Kleidung und seine Identität gab man direkt nach Betreten des KZs ab und wurde ab diesen Zeitpunkt nur noch als Nummer geführt. Als wir selbst durch das Tor auf das riesige Areal gingen, hatten wir eine Gänsehaut, uns wurde bewusst, dass hier mehrere 1000 unschuldige Menschen getötet wurden, obwohl sie daran keine Schuld hatten, sie haben nichts gemacht. Das Areal wirkte auf uns riesig. Anschließend schauten wir uns eine Baracke an, in denen die Insassen hausen mussten. Es gab keine Privatsphäre, die Menschen lebten zusammengequetscht in den Behausungen unter ganz schlimmen hygienischen Zuständen. Es gab 12 Toiletten für 2000 Menschen in einer Baracke. Es gab auch keine richtigen Betten, keine Matratze, keine Kissen, nur Strohsäcke und das nicht mal für jeden. War ein Strohsack nicht so, wie es die SS-Aufseher wollten, wurden die Insassen erniedrigt, geschlagen oder sogar auch getötet. Die Menschen arbeiteten hart über 12 Stunden pro Tag, eine Erholung gab es nicht, kaum Essen. Die Menschen starben durch die schwere Arbeit und die schlimmen Zustände. Es gab auch immer wieder Appelle, zu jeder Tages- oder Nachtzeit, bei jedem Wetter. Die Insassen mussten sich in reih und Glied aufstellen und teilweise über Stunden stehen bleiben ohne Bewegung, ansonsten wurde man erschossen. Arbeiter die nutzlos waren wurden getötet. Vorher wurden sie desinfiziert und dann getötet, die Leichen wurden gestapelt und dann verbrannt. Da immer mehr Menschen umgebracht wurden, musste ein weiteres Krematorium gebaut werden, darin wurden die Leichen verbrannt. Die Arbeiter, die das neue Krematorium bauen mussten, wurden von den anderen isoliert und wurden nach 6 Wochen umgebracht. Man geht davon aus, dass es in Dachau keine Massenvergasungen gegeben hat, sondern vereinzelte. Im Krematorium gab es die „Brausekammer“, es war die Vergasungsanlage, sie war einsatzbereit. Dort wurden Menschen auch gehängt.

Das KZ Dachau wurde nach dem Krieg, mit als letztes befreit, deshalb konnten Unterlagen noch schnell vernichtet werden. Man weiß deshalb vieles nicht genau. Nach der Kapitulation wurden zum Gedenken der Ermordeten und Getöteten ein jüdisches, ein evangelisches, ein katholisches und ein christlich-orthodox Gotteshäuser errichtet.

Unserer Meinung nach ist es wichtig, dass wir die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht haben, da es anschaulicher ist, das Areal und die Fotos der Leichenberge, machen einen traurig, man realisiert erst dort, was Grausames im Nationalsozialismus passiert ist. Es ist eine Geschichte, die man nicht vergessen darf und die sich auch nicht wiederholen darf. Man darf nicht vergessen und auch nicht die Augen verschließen, wie viele unschuldige Menschen qualvoll ermordet wurden.

(Jana, Medine, Mia)

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